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Die Funktion der Nase

Die Nase ist nicht nur ein markantes Merkmal im Gesicht des Menschen, sie nimmt auch viele wichtige Aufgaben wahr. Sie reinigt die Atemluft von Staub und Fremdkörpern, feuchtet und wärmt sie an oder kühlt sie. Um diese wichtigen Funktionen ausführen zu können, muss die Schleimhaut der Nase gesund und frei von Belastungen sein. Die Schleimhaut ist sehr stark durchblutet und produziert Schleim und Flüssigkeit, mit denen sie Fremdstoffe aus der Nase spült. Unterstützend kommt die Funktion des Niesens hinzu, das ebenfalls zur Reinhaltung der Nase dient.

Ein Regelmechanismus sorgt für ständige angepasste Veränderung der Schleimhautoberfläche. Durch Anschwellen kann sie nicht nur ihre Oberfläche vergrößern, sondern auch vermehrt Schleim und Flüssigkeit produzieren. Dies ist notwendig, wenn die Atemluft kalt wird oder wenn vermehrt Fremdkörper in die Nase eindringen. Dass die Nasenschleimhaut dann auf ausreichend Flüssigkeitsnachschub angewiesen ist, wird klar, wenn man im Falle eines Schnupfens die Menge an Flüssigkeit erkennt, die ständig aus der Nase läuft. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (trinken) ist also notwendig.

Der Geruchssinn in der Nase ermittelt die Luftbeschaffenheit und Düfte aller Art. Gerüche sind Indikatoren und lösen weitere Reaktionen aus. So können Gerüche Gefahren signalisieren, aber auch Gefühle und Erinnerungen wecken.

Wenn die Nase anschwillt und läuft

Im Herbst und Winter, wenn es draußen kalt und nass ist, während in den Wohnungen Wärme und (zu) trockene Luft vorherrschen, werden Nasenschleimhäute auf eine harte Probe gestellt. Krankheitserreger, meistens Viren, geraten in die Nase und können (z.B. durch Trockenheit) geschwächte Schleimhäute angreifen und zu Entzündungen führen.

Die Schleimhäute schwellen dann an und produzieren vermehrt Wasser und Schleim. Die Nase läuft und geht zu, der Schnupfen ist da ! Das Atmen fällt schwer. Besonders nachts nervt der Schnupfen. Kinder können nicht richtig schlafen, wachen häufig auf. Für die Eltern der Schnupfennasen ist dies natürlich auch eine Belastung.

Aber nicht nur Viren können Schnupfen auslösen. Immer mehr Menschen leiden unter den Symptomen von Allergien. Blütenpollen oder Tierhaare oder Hausstaub können die Nasenschleimhaut reizen und zu den selben Beschwerden führen, wie ein normaler Schnupfen. Auch hier schwillt die Schleimhaut an und verstopft die Nase, so dass die Nasenatmung nicht mehr gewährleistet ist. Hinzu kommen meist starkes Jucken und Niesen.

Pilzsporen und chemische Reizungen sind weitere mögliche Ursachen für Schnupfen. V.a. der chronische Fließschnupfen (Rhinitis vasomotorica) wird häufig durch Schädigungen der Schleimhaut verursacht.

Frühzeitig und schnell helfen

Laufenden und zugeschwollene Nasen sind ein klares Zeichen, dass mit der Schleimhautfunktion der Nase etwas nicht stimmt, dass sie überlastet ist. Schnelle Hilfe ist angeraten, damit sich keine Erkrankung der Nase oder der Nasennebenhöhlen entwickelt. Primär sollte das Ziel der Behandlung sein, die Belüftung der Nase, speziell des Ostiums (der Zugänge zu den Nebenhöhlen) wieder herzustellen. Dies kann mit abschwellenden Nasensprays versucht werden.
Aber auch Ruhe und reinigende Maßnahmen können sinnvoll und hilfreich sein. Spülungen mit Salzwasser oder Befeuchtung der Nasenschleimhaut sind zumeist ebenfalls hilfreich.

Bakterielle Infektionen verhindern

Durch schnelle Hilfe wird auch eine Ausweitung der Entzündung auf die Nasennebenhöhlen und das Mittelohr verhindert. Wenn diese nämlich durch die Nasenschwellung keine Frischluft mehr bekommen, kann es zu bakteriellen Infektionen (Sinusitis oder Otitis media) kommen. Bakterien sind auf jeder Haut und Schleimhaut zu finden. Unter gesunden Umständen schaden sie nicht und können vom Immunsystem kontrolliert werden. Finden sie jedoch durch veränderte Bedingungen (z.B. Luftabschluss) idealen Raum zur Vermehrung, dann kommt es nach kurzer Zeit zur Infektion und zur Erkrankung.

 

 

 

 

 

 

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