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Therapien des Schnupfens (Rhinosinusitis)
Die Hauptsymptome des Schnupfens sind behinderte Nasenatmung, Hitze- und Druckgefühl im Bereich der Nase, Naselaufen, Jucken und Niesen. Dabei wird die Behinderung der Nasenatmung als
unangenehmstes Symptom empfunden. Die symptomatische Behandlung des Schnupfens dient daher zunächst der Verbesserung der Atmung.
Vasokonstingentien (Abschweller)
Hierzu werden Nasensprays und Nasentropfen angewendet, die die Schwellung der Nasenschleimhaut reduzieren. Die geläufigsten Medikamente gehören zur
Wirkstoffklasse der Vasokonstringentien
(=gefäßverengende Wirkstoffe; Privine). Sie haben adrenerge (dem Adrenalin ähnliche) Wirkungen und helfen dadurch sehr schnell. Sie verengen die Blutgefäße in der Schleimhaut und führen damit unmittelbar zur Reduktion der Schwellung. Dies öffnet die Nase, vermindert das Naselaufen und das Druckgefühl.
Ihre Wirkung hält jedoch nur ein paar Stunden an, so dass das Nasenspray häufig angewendet werden muss. Bei nicht zeitgerechter Anwendung kann es zu einem sogenannten Reboundeffekt kommen, der dann
zu einer noch stärkeren Schwellung der Nasenschleimhaut führt. Dieser Effekt ist dafür verantwortlich, dass manche Menschen abhängig geworden sind von diesen Wirkstoffen und das Gefühl haben, ohne
ständige Anwendung nicht mehr normal durch die Nase atmen zu können. Durch lange und ständige Anwendung dieser Medikamente wird die Nasenschleimhaut nachhaltig geschädigt und kann ihre Funktionen
nicht mehr wahrnehmen. Daher sollte der Einsatz dieser Medikamente auf wenige Tage begrenzt sein.
Beispielwirkstoffe sind: Tramazolin, Naphazolin, Tetrazolin, Oxytetrazolin
Alle Produkte dieser Wirkstoffklasse sind apothekenpflichtig, aber verschreibungsfrei.
Bis zu dreimal täglich angewendet, kann der Schnupfen mit z.B. Ellatun N Nasenspray (Tramazolin) deutlich gelindert werden und die Zeit, bis der Körper mit der erkältung oder den Viren
fertiggeworden ist, wird nicht zur Dauerbelastung.
Kortison-Nasensrays
Kortison hat neben vielen anderen Wirkungen auch eine stark abschwellende Eigenschaft. Moderne Nasensprays mit Kortison
werden daher immer häufiger von Ärzten verordnet, um geschwollene Nasenschleimhäute zu behandeln. Ihr Vorteil gegenüber Abschwellern ist, dass sie zusätzlich antientzündlich und antiallergisch wirksam sind und auch bei längerer Anwendung nicht zur Abhängigkeit und zur Zerstörung der Schleimhaut führen. Lokale Nebenwirkungen in der Nase sind selten und Kortison-Nebenwirkungen im Körper kaum zu erwarten, da die Dosierungen sehr gering sind und die moderne Galenik (Aufbereitung) der Sprays verhindern soll, dass der Wirkstoff ins Blut geht.
Nach Entfaltung der vollen Wirksamkeit, was ein paar Tage dauern kann, wirken Kortisonsprays anhaltend und nachhaltig. Sie verbessern die Symptomatik deutlich und haben Einfluss auf die der
Schwellung der Nasenschleimhaut zugrunde liegenden entzündlichen Ursachen.
Obwohl die meisten Kortison-Sprays nur für die allergische Rhinitis zugelassen sind, ist ihr therapeutischer Nutzen weitaus größer, so dass Ärzte diese Medikamente auch bei
Nebenhöhlenentzündungen, Nasenpolypen und nach Nasenoperationen einsetzen. Der stark abschwellende antientzündliche Effekt sorgt für gute Belüftung (v.a. des Ostiums) und stärkt so die
Selbstheilungsprozesse in der Nase, und kann sogar den Einsatz von Antibiotika reduzieren.
Beim allergischen Heuschnupfen werden Kortison-Nasensprays mehr und mehr zur Standardtherapie, da sie die Symptome effektiv unterdrücken, die Nasenatmung wieder herstellen können und kaum
spürbare Nebenwirkungen (keine Müdigkeit) haben.
Beispielwirkstoffe sind: Triamcinolon, Mometason, Budesonid
Die meisten Kortison-Nasensprays sind apotheken- und verschreibungspflichtig.
Salzwassersprays
Nasensprays mit Salzwasserlösungen oder Nasenduschen können heilende Effekte in der Nase unterstützen. Das Salzwasser reinigt die Nasenschleimhaut und entzieht ihr in geringem
Maße Wasser, so dass auch eine leichte Abschwellung resultiert. Auch trockene Nasenschleimhäute können profitieren, wenn sie regelmäßig mit Salzwasser befeuchtet und gereinigt werden. Allerdings sollte
man bedenken, dass Salzwasser die Schleimschicht beeinflusst und bei zu häufiger Anwendung selbst zu Austrocknungseffekten führen kann.
Präparate, die zusätzlich z.B. Panthenol als schleimhautschützende Substanz enthalten, sind ebenfalls empfehlenswert.
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